Projektüberblick
 

Allgemeines

Vertragsnummer A/99/1/50104/PI/III.3.a/FPI

Vertragsnehmer und Koordinator:
Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft

Dr. Monika Thum-Kraft
e-mail: thum-kraft@ibw.at

Roswitha Hinterstein
e-mail:
hinterstein@ifa.or.at

Home: http://www.ibw.at

 

 

Inhalte

EURO-BAC II - Europäisches Diplom eines berufsbildenden Abiturs
(Berufsmatura) II

Für die Sicherung des Wirtschaftsstandortes Europa, sowie für eine positive Beschäftigungssituation, wird in Zukunft ein ausschlaggebender Faktor die Befähigung des Einzelnen sein, sich auf einer soliden Grundausbildung aufbauend permanent weiterzubilden, um so seine Qualifikationen den neuen Anforderungen anpassen zu können. Eine Flexibilisierung der Berufsbildungssysteme und eine möglichst große Durchlässigkeit zwischen beruflicher und allgemeiner Bildung ist daher anzustreben. Ein Konzept dafür scheint die Möglichkeit einer Höherqualifizierung während der beruflichen Ausbildung zu sein - also das Berufsmaturakonzept.

Das Leonardoprojekt EURO-BAC I hat einen ersten Schritt in diese Richtung gesetzt, indem Standards und Teachingmaterial für eine Berufsmatura in 8 europäischen Ländern entwickelt und zum Teil erprobt wurden. Die insgesamt 21 Partner einigten sich auf gemeinsame Inhalte und Levels für die Fachbereiche Mathematik, Tourismus, Rechnungswesen, Gesundheits- und Krankenpflege, EDV, Automatisierungstechnik und Fertigungstechnik, Elektronik, Motorenbau, Bautechnik, Chemie, Aeronautik, Deutsch, Betriebswirtschaftslehre-Rechtskunde, Schlüsselqualifikationen, Lebende Fremdsprache. Die Umsetzung dieser Standards und das dazu in einem Guide zusammengestellten Lernmaterial erfolgte in den Partnerländern Österreich, Liechtenstein und Italien bereits in der Praxis.
Ziel des Multiplikatorenprojektes EURO-BAC II ist es, diese Produkte in einem der ehemaligen Partnerländer (Deutschland) und drei neuen Partnerländern (Niederlande, Norwegen und die Slowakische Republik) zu adaptieren und in der Praxis zu erproben. Zwei Partner, die bereits im Pilotprojekt EURO-BAC I mitgearbeitet haben, werden einen neuen Standard - lebende Fremdsprache Italienisch (Italien) - entwickeln und die Evaluierung (Liechtenstein) koordinieren, wobei die Evaluierung selbst vom Amt für Berufsbildung (Liechtenstein), als externer Evaluator, durchgeführt wird.

Die Erweiterung der Projektpartner vergrößert auch das europäische Netzwerk von Ländern, die sich zum Ziel gesetzt haben, durch europäische Kooperation ein europaweites Verfahren zur Anerkennung der Qualifikationen (ergänzend zu den formalen Bildungssystemen) zu entwickeln.
EURO-BAC II fördert - wie bereits das Pilotprojekt - den Erwerb und die Transparenz beruflicher Qualifikationen unter Einbeziehung von Schlüsselqualifikationen (allgemeinbildende Inhalte).
EURO BAC ll verbessert dadurch einerseits den Zugang zur Weiterbildung durch die Möglichkeit des Hochschulzuganges, andererseits trägt es zur Anerkennung von Qualifikationen in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union bei.
EURO-BAC II zeigt in Fortsetzung des Pilotprojektes, wie einander berufsbildende und allgemeinbildende Systeme auf nationaler und europäischer Ebene ergänzen können. Darüber hinaus trägt dieses Modell zur Erhöhung der Attraktivität der beruflichen Bildung bei. Wichtigste Zielgruppe des Projektes sind Jugendliche, die sich in ihrer beruflichen Erstausbildung befinden. Durch die Verbesserung von berufsbegleitender Weiterbildung hat das Projekt auch für die Unternehmen eine positive Wirkung.

Die Projektpartnerschaft setzt sich aus einander ergänzenden Experten von Aus- und Weiterbildungsinstitutionen, Forschungsinstitutionen, Behörden und Institutionen der Sozialpartner zusammen, die langjährig erworbene Fachkenntnisse im Bereich dieser Qualifikationen aufweisen. So ist eine ausgewogene Bearbeitung der Zielsetzung des Projektes garantiert.
Durch die gemeinsame Modellentwicklung und dessen Verbreitung durch das Multiplikatorenprojekt EURO-BAC II wird der europäischen Dimension Rechnung getragen, was langfristig gesehen die Mobilität der Bürger in Europa fördert.