Österreichweit

Studienbeihilfe

Was wird gefördert

Beihilfe zum Studium

Wer wird gefördert

österreichische Staatsbürger/innen sowie „gleichgestellte AusländerInnen und Staatenlose“ (das sind EWR-BürgerInnen, Drittstaatsangehörige, Staatenlose und Konventionsflüchtlinge, wenn sie spezielle Voraussetzungen erfüllen und folgende Fördergründe auf sie zutreffen:
  • ordentliche Studierende an österreichischen Universitäten und Universitäten der Künste
  • Studierende an einer in Österreich gelegenen theologischen Lehranstalt
  • ordentlich Studierende an österreichischen Fachhochschul-Studiengängen
  • ordentliche Studierende an österreichischen öffentlichen oder anerkannten privaten Pädagogischen Hochschulen
  • ordentliche Studierende an einem Konservatorium mit Öffentlichkeitsrecht,
  • Studierende an medizinisch-technischen Akademien und an Hebammenakademien
  • Unter bestimmten Voraussetzungen: Studierende an Bildungseinrichtungen, die nach dem Universitäts-Akkreditierungsgesetz als Privatuniversitäten akkreditiert sind, sowie Studierende an Südtiroler Fachhochschulen und Universitäten

Hinweis: Für Studien bzw. Ausbildungen an sonstigen Bildungseinrichtungen, für außerordentliche Studierende und für TeilnehmerInnen an einem Universitätslehrgang besteht kein Anspruch auf Studienbeihilfe.

Voraussetzungen

Der/die Studierende:

  • muss sozial förderungswürdig sein
  • muss einen günstigen Studienerfolg nachweisen
  • darf die zur Ablegung einer Diplomprüfung oder die insgesamt vorgesehene Studienzeit nicht mehr als ein Semester überschritten haben (Ausnahme: Krankheit, Schwangerschaft, Pflege und Erziehung eines Kindes in den ersten sechs Lebensjahren, Behinderung, Präsenz- oder Zivildienst usw.).
  • muss das jeweilige Studium vor Vollendung des 30. Lebensjahres begonnen haben (Ausnahmeregelung für SelbsterhalterInnen, Studierende mit Kindern und behinderte Studierende sowie bei Aufnahme eines Masterstudiums).
  • darf noch keine gleichwertige Ausbildung im In- oder Ausland absolviert haben. Ausnahmen bestehen für Kurzstudien und Doktorats- sowie Masterstudien.
  • darf das Studium nicht mehr als zweimal gewechselt haben.
  • muss die erste Diplomprüfung (das erste Rigorosum) innerhalb der doppelten vorgesehenen Studienzeit zuzüglich eines Semesters absolviert haben.
  • muss die besonderen Regelungen für ein Doktorats- bzw. Masterstudium einhalten.
  • muss im Falle eines Studienwechsels einen günstigen Studienerfolg aus dem Vorstudium nachweisen.

Höhe

Die Höhe der monatlichen Studienbeihilfe wird wie folgt berechnet:

monatliche Studienbeihilfe = (jährliche Höchststudienbeihilfe – Verminderungen) x 1,12 : 12

Die Auszahlung erfolgt zwölf mal im Studienjahr. Die niedrigste monatliche Studienbeihilfe liegt bei 5,00 EUR.

Monatliche Höchststudienbeihilfe beträgt für:

a) Studierende, die am Studienort wohnen müssen, weil die tägliche Fahrt vom Wohnsitz der Eltern zum Studienort und zurück zeitlich nicht zumutbar ist: 679,00 EUR

b) Studierende, deren Eltern verstorben sind: 679,00 EUR

c) Studierende, die sich vor der ersten Zuerkennung einer Studienbeihilfe wenigstens 4 Jahre durch eigene Einkünfte zur Gänze selbst erhalten haben (siehe auch Info Studienbeihilfe - Selbsterhalterstipendium): 679,00 EUR

d) verheiratete Studierende oder Studierende mit Kind: 679,00 EUR

e) Studierende, für die keine der oben genannten Voraussetzungen zutrifft: 475,00 EUR

Für behinderte Studierende gibt es eine erhöhte Studienbeihilfe. Der Erhöhungsbetrag richtet sich nach der Art und dem Grad der Behinderung. Näheres ist in einer Verordnung geregelt.

Für Studierende, die zur Pflege und Erziehung eines Kindes gesetzlich verpflichtet sind, erhöht sich die Studienbeihilfe um monatlich 67,00 EUR pro Kind.

Verminderungen:
Die jeweilige Höchststudienbeihilfe verringert sich

  • um den 8.000,00 EUR übersteigenden Betrag des Jahreseinkommens des/der Studierenden (Zumutbare Eigenleistung des/der Studierenden).
  • um die zumutbare Unterhaltsleistung der Eltern und des Ehegatten / der Ehegattin oder der eingetragenen Partnerin / des eingetragenen Partners der/des Studierenden.
  • um den Jahresbetrag der Familienbeihilfe und des Kinderabsetzbetrages. Bei Studierenden über 24 Jahre (in Sonderfällen über 25 Jahre) wird dieser Betrag nicht abgezogen.

Förderungsträger/ Ansprechpartner

Studienbeihilfenbehörde bzw. Stipendienstelle der jeweiligen Bundesländer:

Internet: http://www.stipendium.at/

WIEN, NIEDERÖSTERREICH, BURGENLAND:
Für Studierende an Bildungseinrichtungen in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland:
Gudrunstraße 179a/Ecke Karmarschgasse
1100 Wien
Tel.: 01/60 173 – 0
Fax: 01/60 173 – 240
E-Mail: stip.wien@stbh.gv.at

STEIERMARK:
Für Studierende an Bildungseinrichtungen in der Steiermark sowie für die Expositur der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz in Oberschützen:
Metahofgasse 30, 2. Stock
8020 Graz
Tel.: 0316/81 33 88 – 0
Fax: 0316/81 33 88 – 20
E-Mail: stip.graz@stbh.gv.at

TIROL, VORARLBERG, SÜDTIROL:
Für Studierende an Bildungseinrichtungen in Tirol und Vorarlberg und am Studienzentrum der UMIT in Linz und Wien:
Andreas-Hofer-Strasse 46, 2. Stock
6020 Innsbruck
Tel.: 0512/57 33 70
und 13:00-15:00)
Fax: 0512/57 33 70 – 16
E-Mail: stip.ibk@stbh.gv.at

KÄRNTEN:
Für Studierende an Bildungseinrichtungen in Kärnten:
Nautilusweg 11
9020 Klagenfurt
Tel.: 0463/51 46 97
Fax: 0463/51 46 97 - 19
E-Mail: stip.klf@stbh.gv.at

OBERÖSTERREICH:
Für Studierende an Bildungseinrichtungen des Bundeslandes Oberösterreich sowie an der Außenstelle der Johannes Kepler Universität in Rottenmann:
Europaplatz 5a
4020 Linz
Tel.: 0732/66 40 31
Fax: 0732/66 40 31 – 10
E-Mail: stip.linz@stbh.gv.at

SALZBURG:
Für Studierende an Bildungseinrichtungen im Bundesland Salzburg und an der Abteilung Musikerziehung des Mozarteums in Innsbruck:
Paris Lodronstraße 2, 3. Stock
5020 Salzburg
Tel.: 0662/84 24 39
Fax: 0662/84 15 60
E-Mail: stip.sbg@stbh.gv.at

Fristen

Für Anträge auf Studienbeihilfe gibt es folgende Fristen:

Wintersemester: 20. September – 15. Dezember
Sommersemester: 20. Februar – 15. Mai

Ausnahmen:
Für Studierende an medizinisch-technische Akademien und für Hebammenakademien gibt es nur eine Antragsfrist pro Studienjahr (je nach Beginn des Ausbildungsjahres nur Winter- oder Sommersemester).

Bei Antragstellung außerhalb der oben genannten Fristen wird diese erst ab dem Folgemonat wirksam.