Österreichweit

Förderungen für Antritt oder Ausübung eines Beschäftigungs- bzw. Ausbildungsverhältnisses für DienstnehmerInnen mit Behinderungen

Was wird gefördert

Folgende Mobilitätsförderungen stehen zur Verfügung:
  • Transportkosten
    Übernahme der Transportkosten von und zum Arbeitsplatz
  • Orientierungs- und Mobilitätstraining
    d.s. Orientierungs- und Mobilitätsmaßnahmen sowie Trainings zur Erlangung von kommunikations- und lebenspraktischen Fähigkeiten
  • Anschaffung eines Blindenführhundes
    Zur Erhöhung der Mobilität und zur Erleichterung der Ausübung einer Erwerbstätigkeit kann die Anschaffung eines Blindenführhundes gefördert werden
  • Mobilitätszuschuss
    Zur Abdeckung des behinderungsbedingten Mehraufwandes im Zusammenhang mit Unzumutbarkeit der Benützung öffentlicher Verkehrsmittel kann ein pauschalierter Zuschuss gewährt werden.
  • Förderung zur Erlangung der Lenkerberechtigung
    Ist die Erreichung des Arbeitsplatzes dem Menschen mit Behinderung nur unter Benützung eines Kraftfahrzeuges möglich, kann zur Erlangung der Lenkerberechtigung ein Zuschuss gewährt werden.
  • Förderung zum Erwerb eines Kraftfahrzeuges
    Im Zusammenhang mit der Suche nach einem Arbeitsplatz bzw. dem Antritt/der Ausübung einer Beschäftigung kann ein Zuschuss zum Erwerb eines Kraftfahrzeuges gewährt werden.
  • Rückvergütung der Normverbrauchsabgabe:
    Die Normverbrauchsabgabe wird allen Personen beim Ankauf von Kraftfahrzeugen, unabhängig von der Ausübung einer Erwerbstätigkeit, rückerstattet
Folgende arbeitsplatzbezogene Förderungen stehen zur Verfügung:
  • Schulungskosten
    Zur Erlangung oder zur Sicherung eines Arbeitsplatzes können Kosten für externe Schulungen, Weiterbildungen oder Arbeitserprobungen übernommen werden, sofern diese nicht von anderen Kostenträgern (z.B. Arbeitsmarktservice) bzw. vom Dienstgeber finanziert werden.
  • Gebärdensprachdolmetschkosten
    Für Gehörlose und hochgradig Schwerhörige können für berufliche Angelegenheiten Dolmetschkosten übernommen werden. Weiters können auch Dolmetschkosten für Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen gefördert werden, sofern diese zur Erlangung oder Sicherung eines Arbeitsplatzes erforderlich sind.
  • Technische Arbeitshilfe/Arbeitsplatzadaptierung
    Zum Ausgleich behinderungsbedingter Leistungseinschränkungen bzw. der Optimierung der Leistungsfähigkeit können bauliche, technische und ergonomische Adaptierungsmaßnahmen gefördert werden.

Wer wird gefördert

Menschen mit Behinderung

Voraussetzungen

Mobilitätszuschuss / Förderung zur Erlangung einer Lenkerberechtigung:
  • Unzumutbarkeit der Benützung öffentlicher Verkehrsmittel (Eintragung im Behindertenpass erforderlich)
  • es muss ein Konnex zur beruflichen Tätigkeit gegeben sein
  • Zugehörigkeit zum Personenkreis der begünstigt Behinderten (ausgenommen SchülerInnen ab 15 Jahren und StudentInnen)
  • Kein ausschließlicher Pensionsbezug
Förderung zum Erwerb eines Kraftfahrzeuges:
  • Zugehörigkeit zum Personenkreis der begünstigten Behinderten (ausgenommen SchülerInnen ab 15 Jahre und StudentInnen)
  • Unzumutbarkeit der Benützung öffentlicher Verkehrsmittel (Eintragung im Behindertenpass erforderlich)
  • Unterschreitung der Einkommensgrenze (dzt. 2.784,00 EUR mtl., pro unterhaltsberechtigter Person steigert sich dieser Betrag um 10 %)
  • Vorliegen einer Lenkerberechtigung, ausgenommen behinderungs- oder altersbedingt nicht möglich - in diesem Fall Transport durch eine andere Person zulässig, wenn der PKW überwiegend für den Menschen mit Behinderung verwendet wird
  • Zulassung des Kraftfahrzeuges auf den/die AntragstellerIn (auch wenn der Mensch mit Behinderung nicht selbst lenkt)
  • Ablauf von fünf Jahren seit der letzten Förderung (Ausnahmen bei vorzeitiger Unbrauchbarkeit des Kraftfahrzeuges oder bei behinderungsbedingten Gründen)
  • Ebenfalls förderbar sind geleaste oder führerscheinfreie Fahrzeug e.

Höhe

Informationen über die jeweilige Höhe der Förderung erteilen die Landesstellen des Bundessozialamtes.

Schulungskosten :
Nicht behinderungsbedingte Schulungskosten im Ausmaß von 50 % der getätigten Ausgaben; ansonsten voll

Mobilitätszuschuss: 580,00 EUR (Stand 2011)

Förderung zur Erlangung einer Lenkerberechtigung: Maximale Förderhöhe liegt bei 50% der Kosten

Anschaffung eines Blindenführerhundes
Maximale Zuschusshöhe: dzt. 19.720 EUR

Erwerb eines Fahrzeuges
maximal EUR 2.088,00 zzgl. behinderungsbedingte Adaptierungen; bei Leasingfahrzeugen erfolgt eine gesonderte Zuschussberechnung

Rückvergütung der Normverbrauchsabgabe:
Die Abgeltung der Normverbrauchsabgabe (NoVA) für Menschen mit Behinderung entfällt per 1.1.2011. Als Ausgleich dafür wird der monatliche Freibetrag für Körperbehinderte, die zur Fortbewegung ein eigenes Kraftfahrzeug benützen, von 153 Euro ab dem Veranlagungsverfahren für das Jahr 2011 auf 190 Euro angehoben.
Die Abgeltung ist grundsätzlich bis zu einem Bruttohöchstkaufpreis von 20.000,00 EUR zuzüglich der behinderungsbedingt erforderlichen Zusatzausstattung (Sonderausstattungen wie Automatik, Servolenkung etc.) möglich.

Schulungskosten:
Nicht behinderungsbedingte Schulungskosten zur Sicherung eines Arbeitsplatzes werden im Ausmaß von 50 % ersetzt, ansonsten voller Kostenersatz.

Förderungsträger/
Ansprechpartner

Bundessozialamt - Zentrale
Babenbergerstraße 5, 1010 Wien
Tel.: 05 99 88
Fax: 05 99 88-2131
E-Mail: bundessozialamt@basb.gv.at

jeweilige Landesstellen, abrufbar unter:
Internet: http://www.bundessozialamt.gv.at/

Fristen

Anträge sind grundsätzlich vor Realisierung des Vorhabens einzubringen.