Von der Berufsorientierung bis zum Vorstellungsgespräch

 

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Berufsorientierung

Beratung

Jobsuche

Bewerbung

Vorstellungsgespräch

 

 

Berufsorientierung

 

Berufliche Orientierung beginnt mit gezieltem Nachdenken.

  • Was mache ich gerne?

  • Was kann ich gut?

  • Was ist für mich wichtig?

  • Was will ich beruflich erreichen?

  • Was sind meine besonderen Fähigkeiten und Interessen?

  • Was sind meine Ziele?

Fähigkeiten und Interessen

 

Nicht genau zu wissen, was man will, ist keine Schande. Ein Fehler wäre es nur, nichts dagegen zu unternehmen. Je mehr man nachdenkt, je mehr man darüber spricht, desto besser lernt man sich kennen. Nützen Sie die Möglichkeiten einer professionellen Beratung. Erstellen Sie ein Interessensprofil.

 

Ziele

 

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, wo Sie sich in 10 oder 20 Jahren sehen? Wer möchten Sie sein? Wollen Sie Neues lernen? Ordnen Sie die Prioritäten Ihres Lebens.
Planen Sie Ihre Karriere konstruktiv.

 

 

Interessenprofil

 

Das Interessenprofil dient dazu, das breite Feld der beruflichen Möglichkeiten so einzugrenzen, dass man individuellen Nutzen daraus ziehen kann. Mit gezielten Fragen werden die Interessen ausgelotet. Die Antworten erfolgen über eine Skala (ähnlich dem schulischen Notensystem) und die Auswertung erfolgt computergesteuert.
Das Interessenprofil kann in jedem Berufsinformationszentrum der Wirtschaftskammern Österreich oder auch bequem von zu Hause aus via Internet (BIC - Interessenprofil) durchgeführt werden.
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Tipp: Die persönlichen Überlegungen sollten schriftlich festgehalten werden. Sie bilden eine gute Besprechungsgrundlage für das Beratungsgespräch.

 

 

 

Beratung

 

Berufsberater/innen

Berufs- und Bildungsberatung der Wirtschaftskammern Österreich

Weitere Beratungsmöglichkeiten

 

 

Berufsberater/innen

 

Berufsberater sind darin ausgebildet, anderen Menschen auf ihrem Weg der beruflichen Entscheidungsfindung zur Seite zu stehen. Sie erarbeiten ein Interessenprofil und stellen gezielte Fragen. Bei der Karriereplanung berücksichtigen sie auch äußere Faktoren wie Arbeitszeit, Verdienstmöglichkeiten oder familiäre Verhältnisse.
Wo findet die Beratung statt?
Für ein persönliches Beratungsgespräch muss man sich Zeit nehmen - das gilt aber für alle Beteiligten. Deshalb werden zuvor (telefonisch) Termine vereinbart.

 

Neben den hauptberuflichen Berufsberatern, die vor allem in den Geschäftsstellen des WIFI , bfi und des AMS beschäftigt sind, wird Berufsberatung (auf Anfrage) auch von Psychotherapeuten oder Lebensberatern durchgeführt. In den Schulen steht für die Berufsberatung jeweils ein bestimmter Lehrer als Ansprechpartner zur Verfügung.
Am schnellsten geht es im Internet. Online-Beratung ist außerdem relativ anonym und unverbindlich.

 

Bildungs- und Berufsberatung der Wirtschaftskammern Österreich

 

 

Weitere Beratungsmöglichkeiten

 

www.ams.or.at
Arbeitsmarktservice Österreich
www.bfi.or.at
Berufsförderungsinstitut (bfi) Österreich
www.akwien.at
Arbeiterkammer Wien
www.nowa.at
Für Frauen: Berufsberatung, Kursangebote, Modellausbildungen
www.isop.at
Bildungsberatung für MigrantInnen und Flüchtlinge, sowie Menschen mit Grundbildungsdefiziten
www.schule.at
Schulseite des Bildungsministeriums; Adressen von Schulen; Berufsberatung
www.weiterbildung.at
WAFF - Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds
www.eduvista.com
ausgewählte Bildungsberatungsstellen in ganz Österreich
www.berufsberater.at
Wiener Verband für Berufsberater www.learn4life.at
Plattform zur Berufsorientierung
www.schulpsychologie.at
Schulpsychologie und Bildungsberatung
www.bib-infonet.at
Netzwerk der BildungsberaterInnen
www.leonardodavinci.at
Euroguidance: Beratungsangebote
www.biwi.at
Berufsinformation der Wiener Wirtschaft
www.initiative40.at
Berufsberatung für arbeitssuchende Menschen
ab 40

 

 

Jobsuche

 

Auf der Suche nach einem Job mit offenen Ohren/Augen durchs Leben zu gehen, ist sinnvoll, reicht aber meistens nicht aus. Zielführender ist es, die Stellenanzeigen der Tageszeitungen zu lesen. Für die gezielte Jobsuche empfiehlt es sich, das AMS oder Jobbörsen zu konsultieren.

Stellenanzeigen:
www.derstandard.at
www.diepresse.at
www.kleinezeitung.at
www.krone.at
www.kurier.at

Gezielte Jobsuche:
www.wko.at/lehrstellenboerse umfassende Lehrbetriebsübersicht, geordnet nach Bundesländern
www.ams.or.at breitgefächerte Jobvermittlung inklusive Beratung und vielen Links
www.jobfinder.at Österreichischer Online Stellenmarkt mit großem Pool, bietet zusätzlich auch Tests (etwa Englischkenntnisse, Rhetorik)
www.jobpilot.at Tochterfirma der deutschen Jobpilot AG; europaweite Jobvermittlung
www.gastrojobs.com bedient Arbeitnehmer und Arbeitgeber in Tourismusberufen
www.career.at speziell auf Führungskräfte ausgerichtet
www.jobkralle.at Service zur Jobsuche im Raum Wien
www.jobsearch.at Stellen geordnet nach Branchen
www.stepstone.at Europäisches Karriereportal
www.joblounge.at Jobplattform für Hotellerie, Gastronomie und Touristik
www.job-consult.com Job-Consult – der Internet-Stellenmarkt
www.alook4.com internationale Jobsuche
www.eurojobs.at Jobs in Europa
www.offenestellen.com Jobs in Österreich, Deutschland, Schweiz, Spanien
www.zbp.at Zentrum für Berufsplanung – Wirtschaftsuniversität Wien
www.work4me.at bfi Wien work4me, Jobbörse auch für Lehrstellensuchende
www.jobnews.at Personalberater-Plattform
www.jobscout24.at Informationsplattform für Österreich
www.metajob.at Job-Suchmaschine für Österreich

 

 

Bewerbung

 

Die schriftliche Bewerbung

Die telefonische Bewerbung

Weitere Bewerbungstipps online

 

 

Die schriftliche Bewerbung

 

Bewerbungsbrief

Bewerbungsmappe

Lebenslauf

 

Das Bewerbungsschreiben besteht aus zwei Teilen, dem Bewerbungsbrief und dem Lebenslauf. Unter Umständen kann man eine Bewerbungsmappe zusammenstellen. Das Bewerbungsschreiben wird entweder brieflich verschickt oder als Online-Bewerbung in Form eines E-Mails übermittelt. In diesem Fall wird der Lebenslauf als Anlage beigefügt und man bietet an, etwaige Dokumente über den Postweg nachzusenden. Vorsicht: Online-Bewerbungen erreichen zwar rasch ihr Ziel, werden oft allerdings per Mausklick ebenso rasch abgelehnt.
Mit der schriftlichen Bewerbung will man das Interesse wecken. Sie ist dann erfolgreich, wenn sie zu einem Vorstellungsgespräch führt.

Tipp: Überlegen Sie vorher, warum es genau dieser Job bei genau diesem Unternehmen sein soll!

 

 

Bewerbungsbrief

 

Bei der schriftlichen Bewerbung muss man in wenigen Worten klar machen, was man will. Das verlangt eine präzise Ausdrucksweise und deutliche Formulierungen. Ein höflicher Umgangston versteht sich von selbst, Struktur und Form sollten die eines Geschäftsbriefes sein. Auch wenn vorgefertigte Bewerbungsschreiben ihren Reiz haben mögen, sollte man doch darauf verzichten. Sie führen meist zu vorgefertigten Absagen.

 

Was sollte in einem Berwerbungsbrief enthalten sein?

Briefkopf:

Absender:Titel, Name, Adresse, Telefonnummer, Datum
Adressat: Anschrift (des Unternehmens)

Betreff:

Hier beziehen Sie sich auf die Stelle, für die Sie sich bewerben, bzw. das Inserat (Kennnummer)

Anrede:

Sehr geehrte Frau ..., Sehr geehrter Herr ..., Sehr geehrte Damen und Herren! (Versuchen Sie zuvor Ihre Ansprechperson zu ermitteln)

Bewerbungsgrund:

Was wollen Sie? Was können Sie? Warum sind Sie für die angestrebte Stelle geeignet?
Ersuchen um einen Termin für ein persönliches Gespräch

Grußformel:

Mit freundlichen Grüßen, Name, Unterschrift

Anlage(n):

Bewerbungsmappe


Das Bewerbungsschreiben soll mit der Schreibmaschine oder dem Computer verfasst werden. Wählen Sie eine gängige Schriftart (etwa Arial, Times New Roman) und nach Möglichkeit weißes Papier.

 

 

Bewerbungsmappe

 

Will man Zeugnisse oder Arbeitsproben vorlegen, dann empfiehlt es sich, alle Dokumente in einer Mappe zu ordnen.
Reihenfolge von oben nach unten:
Bewerbungsbrief
Lebenslauf
Kopien von Zeugnissen, Arbeitsbestätigungen, Bescheinigungen über absolvierte Seminare
Arbeitsproben
Für AusländerInnen: Arbeitserlaubnis

Tipp: Auch die Mappe muss ansehnlich sein! Vermeiden Sie alles, was die Ordnung kompliziert (etwa Klarsichthüllen). Verschicken Sie Dokumente nicht im Original!

 

 

Lebenslauf

 

Auch beim Lebenslauf ist die prägnante Sprache von großer Bedeutung. Eine durchgängige Chronologie erleichtert das Verstehen ebenso wie eine übersichtliche Struktur. Man darf dabei logische Ereignisse (wie etwa den Besuch der Volksschule) weg lassen, sollte Lücken aber grundsätzlich unbedingt vermeiden. Ehrlichkeit ist Voraussetzung, allzu viele Erklärungen und Rechtfertigungen hingegen langweilen und hinterlassen einen schlechten Eindruck.

Was sollte in einem Lebenlauf enthalten sein?

Foto (Passfoto, kein Urlaubsbild!)

Name und Titel, Adresse, Telefonnummer, E-Mail

Geburtsdatum, Geburtsort

Familienstand

Staatsbürgerschaft

Berufserfahrung

Bildungsweg: Schulbildung, Berufsausbildung, Weiterbildung

Präsenzdienst

besondere Kenntnisse (Fremdsprachen, EDV)

Datum, Ort

Unterschrift

 

Tipp: Oft ist das Bewerbungsschreiben der erste persönliche Eindruck, den man hinterlässt. Man muss auf die äußere Form achten. Das Papier soll sauber und ordentlich gefaltet sein. Rechtschreibung kontrollieren!

 

 

Die telefonische Bewerbung

 

Wer sich mit einem Telefonanruf bewirbt, erfährt meistens gleich Resultate. Die Vorbereitung auf dieses Gespräch muss dennoch besonders gründlich sein, denn man hat keine Möglichkeit, im Nachhinein eine Ordnung herzustellen (wie etwa beim Schreiben mit dem Computer). Was verworren vorgebracht wird, bleibt auch so. Daher empfiehlt es sich, die wichtigsten Punkte zuvor schriftlich zu notieren.
Kennen Sie Ihren Ansprechpartner? - Wenn nicht, dann lassen Sie sich zum Personalbüro weiterverbinden. Weisen Sie unter Umständen darauf hin, dass Sie sich bewerben wollen, aber erzählen Sie nicht gleich Ihre ganze Geschichte.
Nennen Sie Ihren Namen und sprechen Sie besonders deutlich. Sagen Sie das Wesentliche, halten Sie sich kurz. Bieten Sie an, eine Bewerbungsmappe zu schicken und bitten Sie um einen Termin für ein Vorstellungsgespräch.

 

 

Weitere Bewerbungstipps Online

 

www.ams.or.at
Das Arbeitsmarktservice AMS vermittelt nicht nur freie Stellen, sondern bietet auch eine umfassende Beratung und hält Bewerbungstipps bereit.
Es gibt in allen Bundesländern Geschäftsstellen des AMS.

www.wifi.at
Beim Wirtschaftsförderungsinstitut WIFI kann man sich weiterbilden und umfassend beraten lassen. Es ist in allen Bundesländern vertreten. Die Internetseite hält eine Menge Links zu den Themen Beratung und Bewerbung bereit.

www.help.gv.at
Internetseite des Bundesministeriums für öffentliche Leistung; Tipps und Wegweiser bei Amtswegen

Gute Informationen findet man auch in den Karriereseiten der verschiedenen Tages- und Wochenzeitungen.
www.kurier.at/jobmedia/
www.derstandard.at/Karriere/
www.diepresse.com/taneu/Karriere.htm
http://focus.msn.de/jobs/karriere (sehr detailliert und informativ!)
http://profil.expressmedien.net (kostenpflichtig!)
www.bewerben.at
Bewerbungsinfos des bfi; Online-Beratung, Bewerbungsquiz und Diskussionsforum zum Erfahrungsaustausch;
www.arbeitsamt.de
Europäische Berufsberatungszentren (EBZ)
www.bewerbung.at
Erstellung von Bewerbungsschreiben und Lebenslauf gegen Gebühr

 

 

Das Vorstellungsgespräch

 

Vorbereitung

Körpersprache

Kleidung und Styling

 

Der erste persönliche Auftritt ist entscheidend und muss entsprechend gut vorbereitet werden. Körpersprache und Kleidung, bzw. Styling geben Auskunft über die Persönlichkeit und das Selbstbewusstsein. Pünktlichkeit ist selbstverständlich.
Bereiten Sie sich auf das Gespräch vor.

 

 

Vorbereitung

 

Holen Sie Informationen über den Betrieb ein.
Wie sieht es mit Ihren Gehaltsvorstellungen aus?
Legen Sie Ihre Unterlagen bereit.

Tipp: Besser zu viele Unterlagen mitbringen als zu wenige. Halten Sie die Unterlagen und Dokumente griffbereit in einer passenden Tasche (nicht in der Hand).

Zwei häufig gestellte Fragen und wie man darauf antworten sollte:

  1. Warum wollen Sie gerade bei diesem Unternehmen arbeiten?
    Gut: Man weist auf die ausführliche Informationssuche hin, man begründet das Interesse
    Schlecht: Schmeichelei oder aber Gleichgültigkeit (weiß nicht, hat sich halt so ergeben...)

  2. Warum sollen wir uns ausgerechnet für Sie entscheiden?
    Gut: dokumentierte Selbstpräsentation, auf Fähigkeiten und, Interessen hinweisen
    Schlecht: protzen oder aber sich klein machen

Beim Bewerbungsgespräch ist es wichtig, den Zweck im Auge zu behalten. Nun haben Sie die Möglichkeit ihre Motivation unter Beweis zu stellen, etwa indem Sie (kluge) Fragen stellen. Achten Sie aber darauf, dass das Gespräch im Rahmen bleibt, schweifen Sie nicht ab, beginnen Sie nicht zu plaudern. Fallen Sie niemandem ins Wort.

Bereiten Sie sich darauf vor, Fragen gezielt zu beantworten. Sprechen Sie dabei laut und deutlich und vermeiden Sie Dialektausdrücke. Bedanken Sie sich am Ende für das Gespräch.

Tipp: Üben Sie das Gespräch zu Hause vor dem Spiegel oder mit Freunden. Bei aller Vorbereitung: auswendig gelernte Antworten hinterlassen einen schlechten Eindruck!
Vergessen Sie nicht auf das Selbstverständliche, etwa zu grüßen.

 

 

Körpersprache

 

Sie verfügen über bestimmte Fähigkeiten und sind stolz darauf. Dieses gesunde Selbstbewusstsein sollten sie auch mit einer entsprechenden Körperhaltung ausdrücken. Gehen Sie aufrecht, schauen Sie ihrem Gesprächspartner gerade in die Augen. Nervöses Herumrutschen oder Blicke zur Uhr sagen Ihrem Gegenüber, dass Sie andere, wichtigere Dinge im Kopf haben, als diesen Job zu bekommen. Bemühen Sie sich um eine entspannte Körperhaltung. Verschränkte Arme zeugen von mangelnder Offenheit.

Tipp: Durchatmen und locker bleiben!

 

 

Kleidung und Styling

 

Die Art wie man sich präsentiert, entscheidet gleich einmal über Sympathie oder Abneigung. Noch vor dem ersten Wort hat unser Anblick in seinem Gegenüber schon für die ersten Vorurteile gesorgt. Deshalb ist es wichtiger, gepflegt zu erscheinen statt übermalt. Gut frisiert statt kunstvoll gestylt. Saubere, gefeilte Fingernägel machen einen besseren Eindruck als - womöglich absplitternder - Nagellack.
Für die Kleidung gilt: dezente Farben, und schlichter Stil. Besser saubere Jeans mit Hemd/Bluse kombinieren als ein schrilles T-Shirt mit witzigem Aufdruck. Miniröcke und nabelfreie Shirts sollte man der Freizeit vorbehalten. Fast genauso schlimm ist es, in der Eleganz zu übertreiben: Anzug mit Weste und Krawatte oder ein Seidenkostüm wirken meistens nur verkleidet.